Samstag, September 04, 2010
   
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 Rechnen, schreiben und Lesen nach der Schule?

Mit etwas System können Hausaufgaben sogar Spaß machen – Der DKSB-„Punkte-Plan" – Fünf Schritte zum Erfolg

Hausaufgabenbetreuung

Zitat: „Eltern sollten ihr Kind unterstützen, ihm etwas zutrauen und,
falls es Probleme gibt, mit ihm nach Lösungen suchen." (Schulpsychologin Anita Spehr)

Wenn wir ehrlich sind, macht wohl kaum ein Schüler begeistert und freiwillig seine Hausaufgaben. Deshalb ist es ratsam, einen „Punkte-Plan" aufzustellen, den das Kind abarbeiten kann und zwar möglichst selbstständig. Kurz gesagt geht es darum, dass der Lernstoff vom Vormittag am Nachmittag oder auch einmal am Wochenende vertieft wird.

Am wichtigsten ist, dass das Kind eigenverantwortlich entscheidet, wann genau es seine Hausaufgaben machen möchte (= Punkt 1). Das ist von Charakter zu Charakter verschieden; manche bringen die Arbeit am liebsten schnell hinter sich, andere wollen erst abschalten und neue Energie tanken. Der persönliche Hausaufgaben-Rhythmus stellt sich von allein ein – Hauptsache, die Aufgaben werden nicht erst kurz vor knapp (zum Beispiel abends im Bett) erledigt. Dann hat die Müdigkeit nämlich längst die Schlacht um die Konzentration gewonnen.

Aber womit prinzipiell beginnen? Ob die Kids zuerst mit den für sie eher „doofen" Mathe-Aufgaben beginnen oder vielmehr erst die interessante Malerei beenden, liegt wieder am Typ und am Alter (= Punkt 2). Als Elternteil oder Erziehungsverantwortlicher sollte man sich während der Hausaufgabenzeit stets dezent im Hintergrund halten (= Punkt 3). Es nützt nichts, wenn man dem Kind „helfen" will und die schulische Arbeit komplett selbst erledigt. Freilich sollte man für Fragen immer bereit sein. Falls man, und das soll tatsächlich vorkommen, mal keinen Lösungsvorschlag parat hat, geht davon die Welt nicht unter. Im Gegenteil; die Lehrer erkennen an den Fehlern, wo die Mädchen und jungen noch Reserven haben.

Wo die Kinder die Hausaufgaben erledigen, ist ziemlich gleich (= Punkt 4). Aufgeräumt sollte der Ort natürlich sein und genügend Platz ebenfalls vorhanden. Weiterhin achten Sie bitte darauf: keine Fettfleckgefahr, gute Beleuchtung, am besten durch ausreichend Tageslicht, Hefte, Bücher und Stifte griffbereit! Zur ordentlichen Arbeitsatmosphäre gehört auch, dass diverse Lärm- oder Ablenkungsquellen (Radio, Fernseher, Hundegebell, Babygeschrei) ausgeschlossen werden, frische Luft den Raum durchflutet, ein paar Grünpflanzen in der Ecke stehen.

Nach spätestens 30 Minuten sollte – vor allem bei jüngeren Kindern – Schluss mit den Hausaufgaben sein. Und wenn es denn doch einmal länger dauern sollte, sind Pausen angesagt und ist Trinken ein Muss (= Punkt 5).

Übriges: wenn ihr Kind einen Hort besucht, sollte dort zumindest die Mehrzahl der Hausaufgaben bereits erledigt worden sein.

Und gut zu wissen für die Größeren: Seit diesem Schuljahr bietet der Deutsche Kinderschutzbund Plauen e.V. auch die Möglichkeit der Hausaufgabenbetreuung.

Per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. kann man sich jederzeit nach den Teilnahme-Modalitäten erkundigen.

von Sabine Anke Schott, M. A

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